Freitag, 5. Dezember 2014

Mein Herz setzt einen Schlag aus, als ich dich auf der anderen Straßenseite sehe. Jenny. Meine eigentlich beste Freundin Jenny. Wie lange hab ich dich eigentlich schon nicht mehr gesehen? Also, ich meine, nicht nur beiläufig. Ich hab dich vermiss. Du hast deine Haare kurz, blond. Du siehst wunderschön aus. "Jenny.", rufe ich und muss grinsen. Du blickst von deinem Handy auf, siehst dich um und dann siehst du mich. Du lächelst, schüchtern. Ich überquere die Straße und nehme dich in den Arm, so stehen wir lange da, ich bin einfach so froh dich zu sehen. Kurz reden wir über belangen lose Dinge, wie das Studium und wie das bei uns so läuft. Natürlich wusstest du von meinem Entzug, du sagst, dass du dich für mich und Clair freust. Ich glaube dir, auch wenn ich immer noch diese Schmerz in deinen Augen sehe. Ich weiß Jenny, ich war nicht immer fair zu dir, oder du zu mir. Ich liebe dich, wenn auch nicht so wie du es getan hast, ich kenne dich schon mein ganzes Leben, du bist einer der Menschen, die ich nie verlieren möchte, das hab ich gemerkt, als ich dich endlich wieder gesehen habe, ich hab gemerkt, was mir gefehlt hat. Dein Lachen, deine Art mich zum Lachen zu bringen. Ich habs so vermisst, mit dir rum zu blödeln, deine Grübchen, das Grunzen, das du von dir gibst wenn du Lachst und das Funkeln in deinen Augen, wenn du von etwas redest, das dich begeistert. All das, ich liebe all das und hab es so sehr vermisst. "Ich bin so froh, dass es dir besser geht Svenni.", Gott, wie ich diesen Spitzname hasse, doch selbst das hab ich vermisst. "Ich weiß wie oft du uns vorgespielt hast, es würde dir besser gehen. Ich hab mitgespielt, weißt du. Ich weiß ja, wie viel es dir bedeutet hat, dass wir all diese Lügen - geglaubt - haben, oder du zumindest dachtest ich würde sie glauben.", du hast nicht einmal gefragt, wies mir geht, du hast das einfach so gesagt, ohne dass ich etwas sagen musste. Und es stimmt, es geht mir besser, nicht gut, aber besser. Und das sage ich, ohne irgendwem etwas vormachen zu wollen.


Clair ist mittlerweile in Hamburg, sie wollte bleiben, mich unterstützen, doch das wollte ich nicht. Sie kann nicht ewig Rücksicht auf mich nehmen und so lies ich sie gehen, auch wenn es mir des Herz brach. Hamburg, das war eigentlich unser Plan, zusammen in Hamburg zu studieren. Doch hier in Berlin sind meine Ärzte, ich kann hier nun mal nicht ohne weiteres weg, ich bin vielleicht im Moment auch nicht bereit für Veränderungen. Ich vermisse es jeden Tag neben dir einzuschlafen und aufzuwachen, ich vermisse es, mit dir zu Frühstücken und dir am Ende vom Tag, während du in meinem Armen liegst von meinem Tag zu erzählen und zu hören, wie deiner war. Ich denke immer an dich Clair, klar, ich liebe dich, ich hab nie damit aufgehört. Du schreibst viel und rufst mich jeden Abend an. Es ist hart, diese Veränderung von Heute auf Morgen, aber ich fahr fast jedes 2. Wochenende zu dir, das macht alles erträglicher. Ich liebe dich. Für immer. Glaube ich.

Adieu,
Sven.

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Ich esse aber ich muss verdammt viel Sport treiben um das ertragen zu können.
Ich gehe zur Uni aber ich brauch' Pillen um überhaupt aufstehen zu können. 
Pillen gegen Pillen, was für ne verdammte Ironie.
Ich hab gesagt, ich brauch' deine Unterstützung nicht,
aber vielleicht brauch' ich sie mehr als alles andere.
Aber ich lache und manchmal, da ist es sogar echt.

Kommentare:

  1. wie ich mich gefreut habe, als dein name auf meinem dashboard aufgetaucht ist. schön wieder worte von dir zu lesen.
    es klingt so, als würdest du im moment ein hartes stück arbeit leisten um alles zu hinzubekommen. ich hoffe du schaffst es weiterhin mehr oder weniger.
    deine liebe zu clair und auch die zu jenny, die klingt so echt und schön, so wahrhaftig. das ist wunderschön an dir.
    ich wünsch dir alles alles liebe und das dein lachen so oft wie möglich echt ist.

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  2. mach dir da mal keinen kopf, ich freu mich immer, von dir zu hören (:
    wie es mir geht? irgendetwas von wegen mir ist alles zu viel und es ist doch zu wenig. aber man lebt. und oft geht es mir gut.
    klingt verwirrend, so fühle ich mich auch :b
    wie geht es dir so zur zeit?
    das mit dem essen verstehe ich ziemlich gut, was du meinst.. obwohl ich wahrscheinlich nie so sehr im hungern "drin" war wie du
    so eine fernbeziehung ist nicht einfach, aber ich drücke dir fest die daumen, dass alles klappt, wie du es dir wünscht, in jedem bereich. du hast es verdient
    pass auf dich auf c:

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