Freitag, 12. Dezember 2014

Es ist "spät" als ich in Hamburg ankomme und bei deiner WG klingele und es wundert mich nicht, dass mir einer deiner Mitbewohner die Tür öffnet. "Guuuuuten Abend Svennnnn.", lallt mir deine Mitbewohnerin entgegen, sie wollte weg, feiern gehen. Sie sagt mir, dass du bereits schläfst, so war das die letzten Freitage immer. Na ja, kann man nichts machen, dachte ich mir und so setzte ich mich eben mit deinen Mitbewohnern in die Küche und trank ein paar, oder auch mehr, Kurze mit ihnen. Langsam hob sich meine Stimmung wieder und ich entschloss, dass feiern gehen ja eigentlich garkeine schlechte Idee sei.

Der Bass dröhnte in meinen Ohren, ich fing sofort an zu tanzen. Ich hatte das vermisst. Techno. "Hey Sven.", rief mir deine Mitbewohnerin ins Ohr, griff mich am Arm und zog sich mit ihr mit, runter von der Tanzfläche zu der Gruppe, mit der wir losgezogen waren. Sie griff meine Hand und ich spürte die winzige Pille, die sie mir in die Hand drückte, sie war so klein, dass ich mich schon fragte, ob ich mir das bloß einbildete. Ich merkte, wie mein Atem heftiger ging. Clair hatte ihnen wohl nichts erzählt. Meine Gedanken liefen Amok, sie überschlugen sich. Ich atmete noch heftiger, ich wusste nicht was mit mir geschah. "Sven. Sven?", rief sie mir zu, schüttelte mich. Ich drängte mich durch die Menschenmenge, rannte die Treppen nach oben, insofern man das rennen nennen konnte. Mir war so schwindelig, ich bekam keine Luft mehr, ich hatte das Gefühl zu ersticken. Und noch immer, spürte ich diese Pille in meiner Hand. Ich konnte sie nicht loslassen. Ich dachte an alles was passieren würde, was passiert war und dennoch war mein Kopf leer und dennoch hatte ich das Gefühl an alles zu denken, an was ich jemals gedacht hatte. Als ich endlich draußen war, versuchte ich tief luft zu hohlen, mein Atem stockte, ich beugte mich nach vorne und kotzte das bisschen aus, was ich heute zu mir genommen hatte, ging in die Hocke und fing am ganzen Körper an zu zittern. Ich merkte eine warme Hand auf meinem Rücken. "Hey.", flüsterte deine Mitbewohnerin. "Ich.. Ich mach grade nen Entzug." , keuchte ich, alles was ich als Antwort bekam war ein leises "Fuck.", während sie die Faust öffnete, mit der ich immer noch diese Pille festkrallte. "Komm, wir gehen.", sagte sie. Ich war zu nichts mehr fähig. Ich starrte bloß ins leere und merkte geistesabwesend, wie sie mir die Schuhe auszog, mich auf die Couch brachte und Clair weckte, uns dann allein lies. "Sven.", hörte ich ihre wunderschöne Stimme, gott, ich hatte sie so vermisst. Ich merkte, wie ihre Hand in meine Griff, ich lehnte mich an sie. "Mir gehts so viel besser, wenn ich bei dir bin.", hörte ich mich sagen. "Ich liebe dich.", sagtest du, während du mir tief in die Augen schautest. Und plötzlich war alles wieder vergessen, als meine Lippen auf deine trafen, Du bist so wunderschön. Du bist so perfekt für mich. Ich kann dir garnicht nah genug sein, Ich liebe dich.

Auch wenn ich dieses mal nichts genommen habe, ich bezweifel, dass das mein Wille war, vielmehr war es lediglich die Panikattacke und Clairs Mitbewohnerin, die mich nochmal davon abgehalten haben. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht ständig darüber nachdenke, wieder was einzuschmeißen. Vielleicht sollte ich auch einfach endgültig mit dem Kiffen aufhören, zumindest redet mir das meine Therapeutin immer ein, sie ist der Meinung, dass wenn ich mich nicht endgültig von allen Drogen löse nie von den "schlimmen" (haha ach schön) loskomme. Alkohol und Zigaretten sind okay. Was für eine Logik. Mal schauen, ich überlegs mir. Wobei ich ja nicht der Meinung bin, dass Gras, Ecstasy oder auch Heroin in nicht unbedingt in Verbindung zueinander stehen. Ist meine Meinung. Aber ich bin ja auch ein Süchtiger, also was zählt meine Meinung schon?

Kommentare:

  1. jetzt ist der post ja doch da, nachdem er mir das letzte mal nur auf der startseite, aber nicht auf deinem blog angezeigt wurde.. mysteriös! :D
    also erstmal danke für deine liebe nachricht, ich freu mich von dir zu hören, besonders, wenn es dir gut geht :)
    und ich bin gerade so froh dass du die pille nicht genommen hast. wirklich, als ich das gerade gelesen habe, saß ich da und war angespannt, bis ich gelesen habe, dass du sie nicht genommen hast
    klingt komisch, ich weiß
    ich bin irgendwie stolz auf dich und hoffe, dass du es weiter schaffst, dir nichts einzuschmeißen
    vielleicht schaffst du es auch, nach und nach das kiffen zu reduzieren, aber lass es langsam angehen, das hier ist schon mal ein riesen schritt
    weiß gerade auch nich, wieso ich so sentimental klinge und so viel schreibe :b
    falls ich davor nichts mehr von dir höre, wünsche ich dir ne schöne weihnachtszeit, über die du dich freuen kannst
    liebste grüße

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  2. schon länger nichts gehört, freues neues und so ein zeug,
    ich hoffe, es geht dir gut <3

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